Nach mehrstündigen Verhandlungen wurden am Abend des 12. März 2007 die Tarifverhandlungen für die Lehrerinnen und Lehrer in Sachsen-Anhalt ohne Ergebnis abgebrochen.
Gegenstand der Verhandlungen war der seit 2003 gültige Tarifvertrag zur sozialen Absicherung. Nachdem deutlich wurde, dass mit der derzeit gültigen Berechnungsmethode für die Arbeitzeit der Lehrkräfte die Unterrichtsversorgung nicht gewährleistet werden kann, hatten dbb tarifunion und GEW Sachsen- Anhalt die Landesregierung zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Forderungen der dbb tarifunion zielen auf eine Nachbesserung am laufenden Tarifvertrag. Mit dem am gestrigen Abend vorliegenden Arbeitgeberangebot sollten die Arbeitszeiten und die abgesenkten Gehälter weit über die Laufzeit des geltenden Tarifvertrages hinaus festgeschrieben werden. Dies hat die dbb tarifunion abgelehnt.
Dennoch signalisierte die dbb tarifunion der Landesregierung auch weiterhin Gesprächsbereitschaft. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Landesregierung mit einem verhandelbaren Vorschlag an die Gewerkschaften herantritt. Die zuständigen Gremien der dbb tarifunion werden über das weitere Vorgehen beraten.