dbb protestiert gegen die Sparpolitik der Landesregierung 

Der dbb sachsen-anhalt ruft alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst auf, sich am Dienstag, dem 23. Januar 2007, 9.30 Uhr, in Magdeburg vor der Staatskanzlei an einer Protestkundgebung gegen Einkommenskürzungen und Stellenabbau zu beteiligen. 

„Der Frust unter den Beschäftigten ist groß. Die Beamtinnen und Beamten in Sachsen-Anhalt werden im Bundesvergleich am schlechtesten bezahlt. Sie erhalten kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr und jetzt verweigert ihnen die Landesregierung auch noch die Einmalzahlungen und die lineare Erhöhung ihrer Bezüge analog zu den Tarifbeschäftigten“, sagte dbb Landesvorsitzender Maik Wagner. 

Neben dem Besoldungsdumping kritisiert der dbb den geplanten massiven Stellenabbau im öffentlichen Dienst. Im Schulbereich, wo sich ein ’spezifisches Interesse’ an Stellenstreichungen abzeichne, werde sich durch sinkende Schülerzahlen und ein hohes Durchschnittsalter der Lehrer der Personalabbau ’ganz

natürlich’ ergeben. Wer im Polizeivollzug weiter Stellen streichen wolle, müsse das dem Bürger mit Abstrichen bei der inneren Sicherheit erklären. 

„Wir dürfen den öffentlichen Dienst nicht auf einen bloßen Kostenfaktor reduzieren, sondern müssen viel mehr über seinen Beitrag für die Stärkung auch der Wirtschaftskraft in Sachsen-Anhalt reden“, sagte Maik Wagner.