Die Delegierten des 5. Landesgewerkschaftstages des dbb beamtenbund und tarifunion sachsen-anhalt haben gestern den Vorsitzenden Maik Wagner für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Bei der Wahl erhielt der 38-Jährige 97 Prozent der Stimmen. Der Sozialversicherungsfachangestellte ist hauptberuflich Personalratsvorsitzender bei der AOK Sachsen-Anhalt und seit 2003 Landesvorsitzender des dbb.
Auch die Vize-Vorsitzenden Hartmut Schaefer (50, GdL), Uwe Bülau (51, BSBD), Wolfgang Ladebeck (47, DPolG) und Mario Arlt (56, VBE) wurden wiedergewählt. Für Ernst Janshen (67, BRH), der nicht mehr kandidierte, wurde Ulrich Stock (40, DVG) zu einem der fünf stellvertretenden dbb Landesvorsitzenden gewählt.
In der öffentlichen Veranstaltung, an der auch Finanzminister Jens Bullerjahn und alle Chefs der Landtagsfraktionen teilnahmen, forderte Maik Wagner die Politiker zu einem offenen Dialog über die Fortentwicklung des Dienstrechts in Sachsen-Anhalt auf. „Wir sind bereit, über eine grundlegende Weiterentwicklung des Beamtenrechts in Sachsen-Anhalt mit der Landesregierung zu verhandeln“, sagte der dbb Landeschef.
Ziel müsse es sein, das Dienstrecht so weiterzuentwickeln, dass es im Einklang mit dem politischen Auftrag des Staates, den Erwartungen der Bürger und den berechtigten Interessen der Beschäftigten mehr Flexibilität, mehr Mobilität, mehr Leistungsorientierung und mehr Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet.
„Bei der Besoldung darf Sachsen-Anhalt auch in Zukunft nicht das Schlusslicht sein. Die gestrichene Sonderzahlung haben wir deshalb aus unseren Köpfen noch lange nicht gestrichen“, sagte Wagner.
Außerdem müsse der Fort- und Weiterbildung zukünftig ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Der dbb sachsen-anhalt schlägt deshalb vor, in einer gemeinsamen Zielvereinbarung mit der Landesregierung einen verbindlichen Rahmen für die Fort- und Weiterbildung in der Landesverwaltung festzulegen.