50.000 Pflegestellen weniger in den öffentlichen Krankenhäusern, mehr als 10.000 weniger Stellen in der kommunalen Jugendbetreuung, 1.500 öffentliche Bäder, die wegen Personalmangels geschlossen bleiben und 500 Bahnhöfe, an denen kein Zug mehr hält: Vier Beispiele von vielen, die zeigen, wie Bund, Länder und Gemeinden ihre öffentlichen Dienste seit Jahren kaputt sparen. Sie bilden die ersten Motive der bundesweiten Plakataktion der „Initiative öffentliche Dienste“, die am 31. August 2007 startet.
Die
von dbb beamtenbund und tarifunion und ver.di Anfang August ins Leben
gerufene „Initiative Öffentliche Dienste“ macht mobil gegen das staatliche
Spardiktat zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger: Sie bekämpft fortlaufende
Haushaltskürzungen, Privatisierungen und weiteren Stellenabbau und setzt
sich für eine faire Bezahlung der Beschäftigten in den öffentlichen Diensten
ein. Unter dem Motto „Genug gespart – Öffentliche Dienste sind Mehrwert“
sollen zudem die vielen Leistungen der öffentlichen Dienste dargestellt
werden.
„Der Staat darf sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Alle Bürgerinnen und Bürger nutzen öffentliche Dienste, sie sind unverzichtbar. Hier verwendete Steuergelder kommen allen zugute. Er hat die Pflicht, öffentliche Dienste zur Verfügung zu stellen – bezahlbar, in guter Qualität und überall erreichbar. Öffentliche Dienste dürfen nicht ´kaputtgespart` werden!“ Diese und andere Botschaften zur Unverzichtbarkeit der öffentliche Dienste sollen in den kommenden Monaten in die Öffentlichkeit getragen und breit diskutiert werden.
Hierzu
dient auch und vor allem die Internetseite der Kampagne, die am 31. August
2007 ebenfalls
an den Start geht. Auf
www.genuggespart.de wird eine bisher einmalige Leistungsschau
präsentiert, in der über 100 öffentliche Dienst-Leistungsbereiche
vorgestellt werden. Darüber hinaus finden sich hier weitere
Hintergrundinformationen und Umfragen zum Thema sowie ein umfangreicher
interaktiver Bereich, der zum Mitmachen, Diskutieren und Protestieren per
Video, Mail oder SMS einlädt.