Im Zuge der Tarifauseinandersetzungen für die Landesbeschäftigten hat der dbb sachsen-anhalt für den 26. Februar 2009 zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen und nach einem Protestmarsch eine zentrale Kundgebung auf dem Alten Markt in Magdeburg durchgeführt. Mehr als 10.000 Landesangestellte aus allen Verwaltungsbereichen sind dem Aufruf gefolgt.
![]() |
![]() |
Willi Russ, stellvertretender Vorsitzender der dbb tarifunion, zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Kolleginnen und Kollegen, die weite Teile der Landesverwaltung bestreikt hätten. In seiner Rede an die Demonstranten betonte er: „Wir sind heute hier, weil wir gutes Geld für gute Arbeit wollen! Wir wollen acht Prozent! Wir wollen sie jetzt!“ Nach zwei Runden ohne Angebot hätte die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur dritten Runde am 14. Februar 2009 ein völlig unzureichendes Scheinangebot vorgelegt. Russ forderte unter dem Beifall der Demonstranten den TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring auf, endlich diese Blockadepolitik zu beenden.
„Der Druck muss erhöht werden. Unsere Bereitschaft, für unsere berechtigten Forderungen zu kämpfen, muss nochmals deutlich werden“, erklärte Russ, der die Unterstützung von Ministerpräsident Wolfgang Böhmer und Finanzminister Jens Bullerjahn einforderte: „Wir erwarten, dass Sie Ihren Einfluss in unserem Sinne geltend machen. Sorgen Sie dafür, dass die TdL bei den Verhandlungen am 28. Februar endlich mit einem echten Angebot aufwartet.“
Am 28. Februar 2009 beginnt in Potsdam die vierte und entscheidende Runde der Tarifverhandlungen für die Landesangestellten. „Es geht um Abschluss oder Arbeitskampf, um Anerkennung der berechtigten Forderungen der Beschäftigten oder um deren Missachtung mit allen negativen Konsequenzen, die ein Streik für die Bürgerinnen und Bürger mir sich bringen würde“, so Russ.