28. Oktober 2021
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Einkommensrunde 2021:

Deutschlandweite Aktionen: „Prozentlauf“ in Sachsen-Anhalt

Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst der Länder wollen Verschlechterungen bei der Eingruppierung durchsetzen. „Nicht mit uns!“, machte der dbb in einer bundesweiten Aktion klar. In Sachsen-Anhalt beteiligten sich rund 50 Mitglieder der dbb Mitgliedsgewerkschaften an einem „Prozentlauf“ vor der Staatskanzlei in Magdeburg.

„Die TdL fordert von den Gewerkschaften, ihre Zustimmung zu massiven Verschlechterungen bei der Eingruppierung zu geben. Im Angesicht von sich immer deutlicher abzeichnenden Problemen, Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, sei das eine absurde Forderung“, sagte Wolfgang Ladebeck, Landesvorsitzender des dbb sachsen-anhalt.

Die Beschäftigten machten mit dem „Prozentlauf“ deutlich, dass sie die Gegenforderung der TdL, Verschlechterungen bei der Eingruppierung vorzunehmen, klar ablehnen. Symbolisch durchliefen Kolleginnen und Kollegen ein Zielbanner mit der Aufschrift „Die TdL will an Deine Eingruppierung“.

Ladebeck: „Die Geduld der Kolleginnen und Kollegen ist am Ende! Sie haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sich der öffentliche Dienst auf sie verlassen kann und sorgen dafür, dass Deutschland funktioniert und zwar rund um die Uhr. „Dafür haben sie nicht nur unseren Respekt verdient, sondern auch eine faire Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand. Wir erwarten ein Angebot von der TdL, das diesen Namen auch verdient. Denn unsere Forderungen sind keinesfalls überzogen. Außerdem können unsere Forderungen auch ein Beitrag sein, den öffentlichen Dienst wieder attraktiver für den Nachwuchs zu gestalten“, betont Ladebeck.

Der dbb zeigte die Vielfalt im öffentlichen Dienst mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Deutschen Polizei-Gewerkschaft (DPolG), der DPVKOM – Die Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center, Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG), Verband Bildung und Erziehung (VBE), Deutschen Verwaltungs-Gewerkschaft (DVG) Verband Deutscher Straßenwärter (VDStra), Gewerkschaft der Sozialversicherung (GdS) und Gewerkschaft der Sozialverwaltung (GdS).

Hintergrund:

Am 8. Oktober 2021 starteten in Berlin die Verhandlungen für den Tarifvertrag der Länder (TV-L). Davon sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen, das eigene Verhandlungen führt), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen. Die zweiten und dritten Verhandlungsrunden finden am 1./2. November 2021 und am 27./28. November 2021 in Potsdam statt.