24. Juni 2019
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dbb frauenvertretung sachsen-anhalt

Politische Gespräche fortgesetzt

Im Juni 2019 setzte der Vorstand der dbb frauenvertretung seine Gespräche mit Politikerinnen und Politikern Sachsen-Anhalts fort.

Am 11.06.2019 fand ein Gespräch mit führenden Vertretern der Landtagsfraktion DIE LINKE statt. Themen des Gespräches waren das geplante Gleichstellungsgesetz für Frauen und Männer, geschlechtergerechte Beurteilungen, die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere und die Novellierung des Personalvertretungsgesetzes Sachsen-Anhalt.

Eva von Angern, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und gleichstellungspolitische Sprecherin, fasste die Anforderung an Berufstätigkeit zusammen: „Familie muss nicht berufstauglich sein, sondern Beruf muss familientauglich sein.“

Ein Karrierehemmnis für Frauen im öffentlichen Dienst seien die Beurteilungen. Geschlechtergerechtigkeit spiele hier oft keine übergeordnete Rolle, da die, die Beurteilen häufig Männer seien, weil sie Führungspositionen bekleiden.   

Fraktionsvorsitzender Thomas Lippmann verwies darauf, dass es bislang keine Auswertung von Beurteilungen der Beschäftigten aus allen Landesbehörden im Landesdienst Sachsen-Anhalt gebe. Dies sei allerdings ein wichtiger Baustein, um zukünftig ein qualifiziertes Beurteilungssystem zu entwickeln.

Am 18.06.2019 fand ein Gespräch mit Angela Kolb-Janssen, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, statt.

Kolb-Jansen und Michaela Neersen, Vorsitzende der dbb frauenvertretung sachsen-anhalt, waren sich darin einig, dass ein modernes Gleichstellungsgesetz verbindliche Quoten benötige, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienstes Sachsen-Anhalt spürbar zu erhöhen.

Zum Gesetzentwurf der Landesregierung, der sich derzeit im Mitzeichnungsverfahren der Ministerien befinde, sei für den Herbst eine Anhörung geplant.