27. März 2017

DPVKOM jetzt auch Mitglied im dbb sachsen-anhalt

Foto: dbb sachsen-anhalt
Ansprechpartner der DPVKOM für den dbb ist Dirk Riethmüller (l.)

Die DPVKOM ist seit dem 17. März 2017 Mitglied im dbb sachsen-anhalt. Der Hauptvorstand, nach dem Gewerkschaftstag das zweithöchste Gremium des Beamtenbundes, nahm den Antrag der Fachgewerkschaft für die Beschäftigten der Post, Postbank, Telekom und Call-Center gemäß § 4 der Satzung in den dbb sachsen-anhalt einstimmig an.

Damit ist die dbb Familie auf Landesebene um ein weiteres Mitglied angewachsen. Für Werner Fischer, Vorsitzender des Regionalverbandes Nord der DPVKOM, ist es wichtig, dass die dbb Fachgewerkschaft jetzt auch Teil des Dachverbandes in Sachsen-Anhalt ist. „Teil einer starken Gemeinschaft zu sein, ist wichtig, um Interessen gebündelt durchsetzen zu können“, sagte Fischer. In Sachsen-Anhalt sei die DPVKOM besonders stark bei der Post. Und auch hier arbeiten viele Beschäftigte auf Abruf, eine Vertragsform, die kaum einer kennt („ZDFzoom“ vom 22. März 2017). Offiziell heißt die nach § 12 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zulässige neue Vertragsform „kapazitätsorientierte, variable Arbeitszeit“. Solche Arbeitsverhältnisse sind für dbb Landeschef Wolfgang Ladebeck „modernes Tagelöhnertum“ und in einem Unternehmen, an dem der Staat 20 Prozent der Aktien hält „skandalös“. „Arbeit auf Abruf entspricht ganz sicher nicht dem Wunsch der Mehrheit der Arbeitnehmer nach sicheren Beschäftigungsbedingungen und einem Einkommen, von dem sie auch leben können. In Zeiten, in denen auch Arbeitgeber Fachkräftemangel beklagen, gehören solche prekären Beschäftigungsverhältnisse abgeschafft“, so Ladebeck.