12. Juni 2026

1. Hauptversammlung der dbb frauenvertretung in 2026

Vorsitzende in Hauptversammlung geehrt

  • Foto: dbb sachsen-anhalt
    Vorstand der dbb frauenvertretung sachsen-anhalt vl. Janine Dietz 1. stv. Vorsitzende der dbb frauenvertretung sachsen-anhalt, Michaela Neersen Vorsitzende der dbb frauenvertretung sachsen-anhalt, Karen Eschner 2 stv. Vorsitzende der dbb frauenvertretung sachsen-anhalt

Am Samstag, den 06.06.2026 fand turnusmäßig die erste Hauptversammlung des Jahres 2026 der landesfrauenvertretung des dbb sachsen-anhalt in Magdeburg statt. Außergewöhnlich war die Ehrung der Vorsitzenden, Michaela Neersen, an diesem Tag.

Bereits im März 2026 beendete Neersen ihre Amtszeit als stellvertretende Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung, da sie nicht erneut kandidierte. Beim dbb bundesfrauenkongress wurde sie mit großer Mehrheit zum Ehrenmitglied bei den dbb frauen gewählt. So ließen es sich auch die Frauenvertreterinnen in Sachsen-Anhalt nicht nehmen, Neersens Wirken bei den dbb frauen zu würdigen. Nicht zuletzt hatte Neersen mit viel Kompetenz, Engagement und deutlichen Worten die dbb Frauen in Sachsen-Anhalt bundesweit wieder sichtbar gemacht.

„Ich werde meine Arbeit in der Geschäftsführung bei den dbb frauen vermissen, aber ich freue ich mich, dass ich mich wieder voll auf die Themen in Sachsen-Anhalt fokussieren kann.“, erklärte Neersen nach der gelungenen Überraschung. Die kontroversen Diskussionen und leider rückwärts gerichteten Positionen einzelner Parteien zeigen deutlich, dass frauen- und gleichstellungspolitisches, aber auch gewerkschaftspolitisches Engagement weiterhin dringend notwendig sind und auch bleiben. 

Die Hauptversammlung konzentrierte sich in der Sitzung auf den Austausch zu weiterhin aktuellen Themen, wie die paritätische Besetzung Führungspositionen und über die Notwendigkeit der Fortentwicklung der Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin bis hin zu einem Fazit der Regierungsarbeit:

„Es ist beschämend für Sachsen-Anhalt, dass hier immer noch Deutschlands ältestes Frauenfördergesetz gilt. Nach mehr als 10 Jahren Regierungsversprechen auf ein modernes Landesgleichstellungsgesetz hat Sachsen-Anhalt es nicht geschafft, mit den anderen Bundesländern gleich zu ziehen. Dabei ist ein solches Gesetz eine wichtige Grundlage für die gleichberechtigte berufliche Teilhabe von Frauen in Sachsen-Anhalt wie auch für gesellschaftliche Sichtbarkeit.“, mahnte Neersen zum Abschluss der Veranstaltung.

Die nächste Hauptversammlung findet am 21.11.2026 statt.