KI-Seminar in Wernigerode
KI in der Gewerkschaftsarbeit: Ein Blick in die digitale Zukunft
Foto: dbb sachsen-anhalt Teilnehmer des KI-Seminars
Am 07. und 08. Mai fand ein Seminar zum Thema Künstliche Intelligenz statt, das speziell auf die Bedürfnisse und Herausforderungen in der Geschäftsstellen- und Gewerkschaftsarbeit zugeschnitten war. Dank der hervorragenden Organisation durch die dbb akademie konnten die Teilnehmenden tief in die Welt der digitalen Helfer eintauchen und praxisnahe Lösungen für ihren Arbeitsalltag kennenlernen.
Das Seminar zeichnete sich durch einen ausgewogenen Mix aus Theorie und intensiven Praxisphasen aus. Dabei gelang es den Referenten Matthias und Sarah Melzer von der workshoppen eG, sowohl KI-Neulinge als auch bereits erfahrenere Nutzer gleichermaßen abzuholen. Ein zentrales Anliegen des Seminars war es, den Teilnehmenden zu zeigen, dass KI weit mehr ist als eine technische Spielerei. Ein jeder konnte konkrete Impulse für seine individuelle Arbeit mitnehmen, da die Inhalte ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten abdeckten.
Im Bereich der Datenanalyse wurde eindrucksvoll demonstriert, wie moderne Tools dabei helfen können, komplexe Informationen und große Datensätze effizient auszuwerten. Dies ermöglicht es beispielsweise, Trends in der Mitgliederentwicklung oder Ergebnisse aus umfangreichen Umfragen wesentlich schneller und präziser zu erfassen als bisher.
Auch für die tägliche Schreibarbeit bot das Seminar wertvolle Hilfestellungen. Ob für die Korrespondenz, das Verfassen von Berichten oder die Ausarbeitung von Anträgen – die Teilnehmer lernten, wie Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude als intelligente Schreibassistenten fungieren können. Durch gezieltes Prompt-Engineering erfuhren sie, wie man passgenaue Formulierungen und verschiedene Stilvarianten generiert, die den Arbeitsalltag spürbar entlasten.
Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der öffentlichkeitswirksamen Kommunikation. Die Kombination von KI-Sprachmodellen mit vielseitigen Design-Tools wie Canva eröffnete neue Wege für die Medienarbeit. In kürzester Zeit konnten die Teilnehmer Ideen für digitale Kampagnen entwickeln, Bildmaterial generieren und sogar erste Prototypen für soziale Medien gestalten.
Neben der praktischen Anwendung kam auch die theoretische Wissensvermittlung nicht zu kurz. Nach einer Einführung in die Funktionsweise von Algorithmen und neuronalen Netzen stand das Ausprobieren verschiedenster Werkzeuge im Vordergrund. Von Audio-Tools über Bildgeneratoren bis hin zu Video-Anwendungen konnten die Teilnehmenden die gesamte Bandbreite der aktuellen Technik testen. Dabei wurde stets ein kritischer Blick bewahrt: Themen wie Datensensibilität, ethische Leitplanken und die Verlässlichkeit der KI-generierten Informationen wurden intensiv diskutiert.
Das Fazit der zwei Tage war durchweg positiv. KI ersetzt zwar nicht das menschliche Urteilsvermögen oder eine klare gewerkschaftliche Haltung, kann aber als kraftvolles Werkzeug die Effizienz in den Geschäftsstellen massiv steigern.